Die Sage vom Ende des Goldbergwerkes

Sommerauer Kirche
Die reichen Goldvorkommen in der Sommerau machten nicht nur die Herrschaft Reichenfels wohlhabend, auch die Bergknappen hatten Anteil am großen Gewinn aus der Mine und sie verdienten sich so manchen schönen Batzen Geld, womit sie ein Leben in Saus und Braus führen konnten. Das machte sie übermütig und sie führten ein Leben in Saus und Braus. Nach einem Saufgelage trieben sie es besonders arg und schlugen dem Sohn einer armen Keuschlerin den Kopf ab und schoben mit ihm Kegel. Da kam das arme Weib und verwünschte die Knappen. Sie trug ein Maß Mohn auf die Alm, säte ihn dort in den Wind und sprach: Wenn so viele Jahre verflossen sind, wie ich Mohnkörner ausgesät habe, wird das Bergwerk erst wieder Gold hergeben. Und tatsächlich versiegte das Gold und die Knappen förderten nur mehr taubes Gestein. Dieser böse Fluch stieß die Knappen wieder in die Armut und einer nach dem anderen verließ die einst so reiche Gegend